Validierung & Präzision

Validierung des BCM – Body Composition Monitors

 

Alle Ausgabeparameter wurden durch eine Reihe von Studien mit mehr als 500 Dialysepatienten und gesunden Kontrollpersonen durch einen Abgleich mit anerkannten und etablierten Referenzmethoden validiert.

 

Zu den Referenzmethoden zählen:

 

  • Extrazellulärwasser – Bromidlösung
  • Intrazellulärwasser - Gesamtkörperkalium
  • Gesamtkörperwasser – Deuteriumverdünnungsmethode  
  • Muskelmasse – Dual Energy X-ray Absorptiometry (DEXA)  
  • Körperfettmasse – 4-Kompartimentenmodell, DEXA, Luftverdrängungsplethysmographie und Unterwasserwägung
  • Körperzellmasse – Magnetresonanztomographie und Ganzkörperkalium
  • Überwässerung – Prä- und Post-Hämodialysemessungen verglichen mit dem Ultrafiltrationsvolumen1, fachmännische, klinische Bestimmung durch Experten  

 

 

Der BCM – Body Composition Monitor ist bei Patienten und gesunden Personen ebenso zuverlässig wie anerkannte und etablierte Referenzmethoden.¹

 

 

¹ Wabel, P. et al., Accuracy of bioimpedance spectroscopy (BIS) to detect fluid status changes is hemodialysis patients. Poster presentation ERAEDTA 2007.

 

 

Ein präzises “V” zur Bestimmung der Dialysedosis

 

Der BCM - Body Composition Monitor liefert einen exakten Wert für das Gesamtkörperwasser (TBW), welches gegen anerkannte und etablierte Referenzmethoden abgeglichen wurde. Da das ermittelte Gesamt-körperwasser mit dem Harnstoffverteilungsvolumen „V“ des Patienten gleichgesetzt werden kann, werden keine zeitaufwändigen Harnstoff-kinetiken oder Berechnungen des Harnstoffverteilungsvolumens durch ungenaue anthropometrische Formeln mehr benötigt.

 

Das mittels BCM - Body Composition Monitor bestimmte „V“ kann zur Bestimmung der Dialysedosis (Kt/V) an Dialysegeräten mit OCM ®-Option direkt eingegeben werden.


Harnstoffverteilungsvolumen
The BCM - Body Composition Monitor assessment of total body water (V) is validated against gold standard reference methods (R² = 0.9).


Genauigkeit der Bioimpedanz-Spektroskopie (BIS) zur Feststellung von Veränderungen des Flüssigkeitsstatus bei Hämodialysepatienten. Die absoluten Veränderungen können anhand von Messungen am selben Patienten vor und nach der Hämodialysebehandlung überprüft werden. Bei 33 Patienten wurden BCM-Messungen unmittelbar vor, unmittelbar nach, 30 Minuten nach und 2 Stunden nach einer Hämodialysebehandlung durchgeführt. Das durchschnittliche Ultrafiltrationsvolumen betrug für alle Patienten 2,5 ± 0,79 Liter (siehe Tabelle).

 

Die Veränderung des Flüssigkeitsstatus eines Patienten durch die Ultrafiltration wurde mittels ECW, TBW und OH bei den Messungen 30 Minuten und 2 Stunden nach Behandlungsende genau widergespiegelt (siehe Tabelle).

 


Validation

Über den Verlauf einer einzigen Behandlung sind keine nennenswerte Veränderungen in der Körperzusammensetzung zu erwarten. Daraus folgt, dass trotz des Flüssigkeitsentzugs das intrazelluläre Wasser (ICW) und die Körperzusammensetzungsparameter (Fett und LTM) während der Behandlung unverändert bleiben sollten.

 

Es hat sich allerdings herausgestellt, dass sich unmittelbar nach dem Behandlungsende alle drei Ausgabevariablen erheblich veränderten. Vermutlich sind diese offensichtlichen Veränderungen die Folge von durch die Behandlung hervorgerufenen Effekten, z. B. Vasokonstriktion, die zu inhomogenen Zuständen im Patienten führen kann.
Daher können Fehler entstehen, wenn die Messungen entweder während der Behandlung oder unmittelbar danach durchgeführt werden.

 

Es zeigte sich, dass sich 30 Minuten nach Behandlungsende das Flüssigkeitsgleichgwicht im Patienten wiederhergestellt war, und es wurden keine besonderen Veränderungen zu den ICW-, LTM- und Fettwerten vor der Behandlung beobachtet.

 

 

Der BCM - Body Composition Monitor zeigt Veränderungen des Flüssigkeitsstatus zuverlässig. Um eine verlässliche Bestimmung der Körperzusammensetzung zu erhalten, sollten Messungen nicht unverzüglich zu Behandlungsende durchgeführt werden – für eine Messung nach der Dialyse muss mindestens 30 Minuten gewartet werden.