Physiologische Modelle

Der BCM – Body Composition Monitor ist ein Analysesystem, dass auf der einzigartigen Basis des Modells der Körperzusammensetzung die Überwässerung als ein drittes Kompartiment festlegt.

 

Die klinisch relevanten Anzeigeparameter

  • Überwässerung (OH),
  • Muskelmasse (LTM),
  • Körperfettmasse (ATM)

 

erhält man unter Verwendung zweier innovativer und validierter pyhsiologischen Modelle:



In einem Zustand mit normaler Hydration ohne überschüssige Flüssigkeit besteht

  • die Muskelmasse (größtenteils Muskeln) aus 70% Wasser, während die verbleibende Masse aus Proteinen und Mineralstoffen besteht.
  • Die Körperfettmasse (das größtenteils aus Lipiden) besteht zu 20% aus Wasser
  • Die überschüssige Flüssigkeit (Überwässerung) erreicht fast 100% des extrazellulären Wasser.

 

Die beiden Kompartimente ATM und LTM binden ein absolut unterschiedliches Verhältnis von intrazellulärem und extrazellulärem Wasser (Wang & Pierson 1976, Morse & Soeldner 1963)

  • in der Muskelmasse überwiegt intrazelluläres Wasser
  • in der Körperfettmasse überwiegt extrazelluläres Wasser


Zusammensetzung_Gesamtkörperwasser


Physiological Models
OH = OH
LTM = LTM
ATM = ATM
proteine + minerals = Proteine und Mineralstoffe
lipid + minerals = Lipide und Mineralstoffe
water = Wassser
ECW = ECW
ICW = ICW



  • Mit Hilfe eines Volumenmodells, das die elektrischen Leitfähigkeitsverhältnisse in einer Zellsuspension beschreibt, werden das Gesamtkörperwasser (TBW), das Extrazellulärwasser (ECW) und das Intrazellulärwasser (ICW) berechnet.1
  • Anhand eines Köperzusammensetzungsmodell (Body Composition Modell) werden die drei relevanten Kompartimente Überwässerung, Muskelmasse (LTM) und Körperfettmasse (ATM) unter Zuhilfenahme der ECW- und TBW-Daten berechnet.2

 

¹ Moissl, U et al., Body fluid volume determination via body composition spectroscopy in health and disease. Physiol. Meas 2006; 27: 921-933.

² Chamney, P et al., A whole-body model to distinguish excess fluid from the hydration of major body tissues. Am J Clin Nutr 2007; 85: 80-89



Auch bei gesunden Testpersonen entsteht bei der Verteilung der Muskel- und Körperfettmasse ein erheblicher Unterschied im Verhältnis von extra- zu intrazellulärem Wasser (E/I). Aus diesem Grunde liefert E/I alleine keine ausreichenden Informationen über den Hydrationsstatus. Überwässerung als ein drittes Körperkompartiment muss somit eingeführt und betrachtet werden.

 

Siehe Abschnitt FAQ für weitere Informationen